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Scheiss drauf!

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Vor 12 Wochen habe ich mit meinem eigenen Freeletics Training angefangen. Nun muss ich meinem Freeletics Coach mehr oder weniger Adé sagen. Was ich noch sage ist: Scheiss drauf!

Freeletics und die Jagd nach Rekordzeiten

Vielleicht machst Du bereits Freeletics oder hast Dich z.B. hier auf dieser Freeletics Info-Webseite darüber erkundigt. Dann weißt Du, dass neben dem Ausführen eines ‚Stern-Workouts’ ein weiteres zentrales Element das Erreichen der PB ist, also der persönlichen Bestzeit für jedes Freeletics Workout.

Viele sehen es als die Hauptherausforderung an, ihre persönliche Bestzeit immer wieder zu verbessern, um sich dann auch mit den Besten der Besten messen zu könne und um im Feed in der Freeletics App dann auch den Zuspruch der anderen freien Athleten zu erhalten (#clapclap). Das ist ja alles schön und gut und ich war bisher ja selber auch so einer von denen, die immer großen Wert auf eine neue PB gelegt haben.

Ich verwende die Vergangenheitsform ‚war’, denn meine Meinung dazu hat sich geändert. Versteh mich nicht falsch: ich bin immer noch ein großer Fan von Freeletics, allerdings musste ich jetzt auf die harte Tour feststellen, dass es nicht so sehr auf die PB ankommt. Vielmehr ist es wichtig, dass Du Deine Übungen sauber ausführst, um Verletzungen vorzubeugen, die Dich dann für mehr oder weniger lange Zeit ausser Gefecht setzen.

Wie ich in meinem Bericht zur 12. Freeletics Woche berichtet habe, war ich diese Woche beim Arzt, nachdem ich schon seit mehreren Wochen einen Schmerz im rechten Ellenbogen spüre. Diagnose: Golferarm, bzw. in Fachkreisen auch mediale Epicondylitis genannt. Stand jetzt kann ich nicht sagen, wann das wieder weggeht und ich kann eigentlich nur hoffen, dass es nach der derzeit stattfindenden Tablettentherapie (Entzündungshemmer) keine bleibende Sache ist. Der Orthopäde meinte, es ist generell eine Verletzung von der hartnäckigen Sorte 🙁

Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich gesagt: „Scheiß drauf“, als mir der Freeletics Trainingsplan im einen oder anderen Workout mindestens 50 Pullups verordnet hat. Ja, klar kann man statt der schweren Version auch die einfache Version machen, so wie sie in dem Pullups Video gezeigt wird. Da ich das aber auch so gemacht habe und dennoch jetzt mit der Epicondylitis zu tun habe, scheint das nicht die optimale Lösung zu sein, da bei der Menge an Pushups (gerade im Hades Workout oder Poseidon Workout) nach wie vor eine hohe Belastung für die Hand und den Arm darstellt Hätte ich es gewusst, hätte ich von Anfang hauptsächlich meine eigene vereinfachte Version der Pullups gemacht (siehe mein Youtube Video dazu). So wäre mir das Ganze vermutlich erspart geblieben…

Mein dringender Rat daher an Dich, vor allem wenn Du ein Freeletics Newbie bist: Scheiss auf die PBs, und fokusiere Dich erst mal auf eine ordentliche Technik. Sei dir nicht zu schade Dir einzugestehen, dass die eine oder andere Übung u.U. noch zu schwer ist. Auch wenn der Freeletics Coach nach15 Wochen endet: take it easy, und übertreibe es nicht! Gute Technik führt automatisch über kurz oder lang zu einer neuen PB, mach Dir also nicht ins Hemd – so wie ich das gemacht habe.

Nochmal, um Missverständnisse zu vermeiden:

Ich bin nach wie vor ein Freeletics Fan und ich glaube nach wie vor fest daran, dass Freeletics Dir helfen kann, Dein Ziel zu erreichen. Nur darfst Du dabei nicht übermütig werden, denn sonst wirst Du das – wie auch in jedem anderen Sport – auf irgendeine Weise bezahlen.

Daher: Sei nicht dumm, und lerne von den Fehlern anderer – in diesem Fall von meinen.


Foto von Mindaugas Danys

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