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Die Burpees des Herrn Burpee:
eine kleine Entstehungsgeschichte

Top 3 Freeletics-Tools

Du hast mit Freeletics angefangen und bist bereit die Götter zu bekämpfen? Sehr gut! Wir sind bereits seit 2014 dabei und können Euch somit die 4 wichtigsten Tools nennen, die Ihr bei Eurer Challenge auf jeden Fall benötigen werdet:
  1. Handschuhe gegen Blasen! Klingt albern, aber ohne diese Handschuhe werdet ihr nach Eurer 3. Klimmzug-Session blutige Blasen an den Händen haben! Wir haben verschiedene Handschuhe getestet und diese sind nicht nur günstig, sondern auch noch die besten!
  2. Klimmzugstange für die Tür Klar, auf den Transformation-Videos machen die ihre Klimmzüge immer an einem Tor (das da gerade so rum steht...) Wenn Du vor Deiner Haustür keine Klimmzugstange hast, dann schaffe Dir eine dieser beiden Klimmzugstangen an: Diese ist ideal, wenn Du die Klimmzugstange in einem Türrahmen installieren willst. Alternativ ist diese hier ideal, wenn Du die Klimmzugstange in Deinem Flur einklemmen willst. beide günstig und beide halten bombenfest!
  3. Greens Shake Ausgewogene Ernährung ist bei Freeletics extrem wichtig. Clean Eating ist daher ein sehr wichtiger Bestandteil, den man nicht vernachlässigen sollte! Wenn Du morgens aber einfach nur schnell alle relevanten Nährstoffe zu Dir nehmen willst, dann empfehlen wir Dir Athletic Greens. Über diesen Link bekommst Du sogar noch eine Gratis-Pakung im Wert von 69.95 Euro dazu! Wir nutzen es, nachdem wir irgendwann einen Tiefpunkt bei Freeletics hatten. Die Greens haben uns die Power schnell zurück gegeben! Es ist super lecker und in nur 20 Sekunden angerührt. Wir wollen es in unserer Morgen-Routine nicht mehr missen. Wie Tim Ferris bereits über dieses Pulver sagt, ist es die tägliche Ernährungsversicherung für eine gute Gesundheit.

armys daily dozen freeletics burpees

Wer schon ein wenig Erfahrung mit Freeletics gesammelt hat, der weiß, dass Burpees eine zentrale Übung innerhalb der Workouts sind. Da gerade die Burpees vielen vor Freeletics nicht bekannt waren, hier ein kleiner Beitrag zu deren Entstehungsgeschichte innerhalb der amerikanischen Armee.

Aus Weicheiern mache Männer

Wir schreiben die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts: Weltkriegszeit. Weltweit gab es viele Kriegsschauplätze, in denen mehr oder weniger gut vorbereitete Männer ihr Leben riskieren mussten. Eine gute körperliche Fitness war also das Minimum, das ein Soldat aufbringen musste und konnte auch über Leben oder Tod entscheiden.

Drei Männer, die innerhalb der US-Armee damals für das Abhärtungsprogramm zuständig waren, fanden heraus, dass die Jünglinge der Armee im Vergleich zu ihren Vätern ziemlich verweichlicht waren. Zwar waren sie größer und wohlgenährter, aber die körperliche Fitness ließ doch sehr zu wünschen übrig. Diese drei Männer waren Col. Theodore P. Bank, Capt. A. A. Eslinger und C. H. McCloy.

burpees armee

Es war also wichtig aus Sicht dieser drei Männer, dass sich die jungen amerikanischen Soldaten zu wehren wüssten, sollten sie einem Nazi oder „Jap“ (Japaner) über den Weg laufen. Daher testeten sie 25 verschiedene Calisthenics Übungen an 400 Männern, um letztlich mit 12 Übungen aufzuwarten, welche die Fitness der Soldaten auf das nächste Level bringen sollten. Diese 12 Übungen waren für einige Zeit als „The Army’s Daily Dozen“ bekannt, also das tägliche Dutzend der Armee und wurden im sogenannten Training Circular No. 87 Handbuch veröffentlicht. In gewisser Weise war somit wohl auch das moderne HITT (High Intensity Interval Training) geboren.

Je mehr Du im Frieden schwitzt, desto weniger wirst Du im Krieg bluten.

— Sun Tzu

Diese 12 Übungen ließen sich letztlich in 20 Minuten absolvieren und lösten das 60-minütige Abhärtungsprogramm der Vorkriegszeit ab (v.a. Calisthenics, Laufen mit oder ohne Ausrüstung und Hindernisläufe). Dazu kamen noch „Guerilla Übungen“ sowie Teamübungen. Last but not least wurden noch ein paar prägnante Namen für die Übungen geschaffen, die in den meisten Fällen die Bewegung beschreiben. Diese 12 Übungen waren:

  • High Jumper
  • Burpee
  • Squat Bender
  • Rowing Exercise
  • Push Ups
  • Sit Ups
  • Side Bender
  • Bank Twist
  • Squat Jump
  • Trunk Twister
  • Stationary Run
  • Eight-Count Push Ups

Später kamen dann noch Mountain Climber, Wood Chopper und Bridge dazu.

Durch verschiedene Tests konnten die 3 Abhärtungsspezialisten letztlich auch feststellen, dass in der Tat die körperliche Fitness der Soldaten innerhalb von 10 Wochen merklich zunahm. Der ‚rohe’ Rekrut wurde also in einen abgehärteten Soldaten verwandelt.

Wie man der Liste oben entnehmen kann, findet man bei Freeletics einige der damals schon wirksamen Übungen wieder.

Burpees

Hier nun also ein paar Angaben zu den Burpees.

Die Burpees waren eine von 7 Übungen, die man hernahm, um die Fitness eines Soldaten zu bestimmen. Fit war ein Soldat erst dann, wenn er 40-50 Wiederholungen in Folge machen konnte, in leichtem Rhythmus und ohne Pause. Die Einstufungen nach dem Absolvieren der Burpees innerhalb von 20 Sekunden waren wie folgt:

  • 8 Burpees: schlecht
  • 10 Burpees: mittelmäßig
  • 12 Burpees: gut
  • 13 oder mehr: hervorragend

Auf die volle Minute gerechnet heißt das: 46 Burpees oder mehr pro Minute sind exzellent. Wow… derzeit schaffe ich gerade mal 17-18 pro Minute! Laut damaligem Armeestandard ist das gerade mal… schlecht… 🙁 OK, man muss bedenken, dass die damaligen Burpees sicherlich schneller auszuführen waren, und vermutlich braucht man mit der heutigen Ausführung geschätzte 3 Sekunden länger. Dennoch: ich fühle mich gerade wie Burpee – Mittelmaß…

Prinzipiell waren die Burpees in der ursprünglichen Version eine 4-Schritt-Übung, also ohne den Strecksprung am Ende, wie er heute in der Regel bei Freeletics, Crossfit etc als 6-Schritt-Übung ausgeführt wird. Der Erfinder der ursprünglichen Version war ein Herr Royal H. Burpee. Derselbige hatte mit seiner Übung im Sinne, die Fitness eines Menschen testen zu können. Was er allerdings nicht angedacht hatte, war das massenweise Ausführen von Burpees. Interessanterweise schrieb Herr Burpee dann auch im Jahr 1946 im Vorwort seines Buches, dass die von der Armee adaptierte Vorgehensweise mit einer Vielzahl an Burpee Wiederholungen seines Erachtens nach sehr anstrengend und nur für Menschen mit bereits guter kardiovaskulärer Fitness zu empfehlen sei.

freeletics burpees geschichte

Burpees in 4 Schritten, gemäß Royal H. Burpee

So viel also zur Geschichte der Burpees. Ich dachte, wenn wir schon so viele davon machen bei Freeletics, dann sollten wir wenigstens wissen, woher sie kommen.

Wie viele Burpees schaffst Du in 20 Sekunden? 🙂

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inhaltliche Quellen:

Popular Science Magazine (Februar 1944, S. 57ff, S. 203)
The Army Physical Conditioning Program (in ‚The Rattle of the Theta Chi, 1944, S. 7ff)
A Brief History of the Burpee (in Huffpost Healthy Living, 2. Februar 2014)

Bildquellen
Popular Science

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